Psychoedukatives Gruppenangebot (PEG) im Behandlungszentrum für Folteropfer

Von 2005 bis 2006 entwickelten die Mitarbeiterinnen des Behandlungszentrums für Folteropfer Berlin im Rahmen eines wissenschaftlichen Forschungsprojektes das Manual „Psychoedukation bei posttraumatischen Störungen“ für traumatisierte Patientinnen und Patienten. Das Manual ermöglicht es, den Betroffenen Erkenntnisse darüber zu vermitteln, was mit ihnen nach ihren Erlebnissen  geschehen ist und wie sie damit umgehen können.

In bis zu 12 wöchentlich stattfindenden Sitzungen werden gemeinsam folgende Themen bearbeitet:

  • Was ist ein Trauma?
  • Welche Folgen kann ein Trauma für die Betroffenen haben? 
(Posttraumatische Belastungsstörung, Depression, Schlafstörungen, Ängste, Dissoziationen, Somatisierungsstörungen/ Schmerzen),
  • Wie kann der Patient, die Patient im Alltag mit diesen Symptomen umgehen?
  • Trauer, Aggression aber auch Anerkennung, Wertschätzung und Ressourcenarbeit
  • Interkulturalität/ Leben in Deutschland.

Nach Entwicklung und wissenschaftlicher Überprüfung des PEG-Manuals ist die Psychoedukative Gruppe ein niedrigschwelliges Behandlungsangebot für ambulante Patient/innen, die auf einen Therapieplatz warten sowie fester Bestandteil des Programms der Tagesklinik im bzfo. 2010 ist das Manual „Psychoedukation bei posttraumatischen Störungen“ im Schattauer-Verlag erschienen.